Schulveranstaltungen und schulische Ereignisse

im Spiegel der regionalen Presse und eigener Beiträge


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2002 bis 2005

03.12.2006

Altes Berufsschul-Domizil Wiesestraße weicht dem Bagger

OTZ 03.12.2006

Fürs erste Quartal 2007 wird die Ausschreibung des Altstandortes vorbereitet - Nachfragen zielen Richtung Wohnungsbau

Gera (J.K.). Seit voriger Woche waren in der Wiesestraße 105 die Bagger zugange. Mittlerweile ist die ehemalige Platten-Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung - bereits seit September am neuen Standort in der Enzianstraße zu Hause - fast gänzlich "platt gemacht". Vertragspartner dafür wie auch fürs Gesamtprojekt war die Strabag AG Jena, als Subunternehmer hat die THK Hermsdorf die insgesamt 34 000 Kubikmeter umbauten Raum eingeebnet. Als Vorleistung für einen künftigen Investor geht es hier bis in den Keller, die Kanten der Brache werden angeböscht.

Mit dem knapp 300 000 Euro kostenden Abriss ist ein weiterer Schritt zur Realisierung eines Vorhabens getan, das in die Reihe der - mittlerweile als Geraer Modell bekannten - Privatfinanzierungen von öffentlichen Bauten gehört...

Zum Vorhaben gehören aber auch Aufgabe und Verkauf der Altstandorte. Denn, so Kriebitzsch, die Refinanzierung der Gesamtinvestition von 3,8 Millionen Euro durch einen sich über 20 Jahre erstreckenden Mietkauf soll nicht zuletzt über die eingesparten Bewirtschaftungskosten erfolgen. Und das seien beim Doppelstandort Wiesestraße mit Turnhalle jährlich rund 400 000 Euro gewesen... Der Vollständigkeit halber: Die Enzianstraße "kostet" nun wieder ca. 140 000 Euro im Jahr. Nächster Schritt ist nun die, ebenfalls ins Finanzierungskonzept gehörende, Veräußerung der Altstandorte. Da zeigt sich Kriebitzsch durchaus optimistisch. Und das auch mit Blick auf gute Erfahrungen bei der ehemaligen Schule Bautechnik und der 4. Grundschule Debschwitz, wo heute eine Wohnungsgenossenschaft ihr Domizil hat bzw. Eigenheime stehen. Für die 13 500 Quadratmeter der Wiesestraße gebe es bereits Nachfragen, die in Richtung Wohnungsbau zielen. Die Ausschreibung werde für das erste Quartal 2007 vorbereitet...


28.09.2006

Ausbildung nun mitten in der Stadt

OTZ 29.09.2006

Neuer Standort der Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung in der Enzianstraße eingeweiht

Gera (A.M.). Den "Riesenunterschied zu vorher" haben Loreen Knoll und Sandra Krokowski längst festgestellt. Seit l. September lernen sie und ihre Mitschüler der Berufsbildenden Schule Wirtschaft/Verwaltung Gera - Dr. Eduard Amthor - am neuen Standort. "Die Schule ist schön und das Lernen mitten in der Stadt ist viel praktischer als vorher im Plattenbau in der Wiesestraße." Gestern nun wurde der neue Standort in der umgebauten und sanierten Enzianschule auch offiziell eingeweiht.

Sozialdezernentin Christiane Neudert (PDS] würdigte den Tag als einen besonderen für den Geraer Bildungsbereich. Ein weiterer gesicherter Schulstandort wurde geschaffen, der zugleich Bindeglied ist zwischen Wirtschaft und Bildung. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) erinnerte daran, dass in dem denkmalgeschützten Altbau bis vor zwei Jahren die Schüler des Lichtenberggymnasiums unterrichtet wurden, die nun das Haus wohl kaum wiedererkennen würden. 28 Unterrichtsräume, drei davon mit Spezialfunktionen, wurden den Ansprüchen der Lehre gemäß neu gestaltet. Im Grund reiche der Platz schon zu Beginn nicht aus für die 1450 Schüler der Berufsschule. Umso wichtiger sei die von Anbeginn vorgesehene enge Kooperation mit der benachbarten, gleichfalls sanierten Volkshochschule.

Mehr als drei Millionen Euro wurden mit Hilfe eines privaten Finanzierungsmodell in die Sanierung der Enzianschule investiert. Hinzu kamen 135 500 Euro für die Computertechnik aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung. Mit der Schaffung eines weiteren Berufsschulstandortes im Stadtzentrum nach der SBBS Bautechnik komme Gera seiner Funktion als Oberzentrum nach. Das Thüringer Kultusministerium würdigt die kontinuierliche und zielstrebige Entwicklung der Schulnetzkonzeption in Gera. Damit werde auch der Stellenwert Geras in der Berufsbildung ausgebaut. Laut einer Studie des Thüringer Wirtschaftsministeriums solle es im Freistaat in den Jahren 2007 bis 2013 einen Bedarf an 19 000 bis 20 000 Fachkräften in Handelsberufen und in Büros geben. Somit werde sich die Konzentration des Berufsschulstandortes im Geraer Stadtzentrum als tragfähig erweisen.

IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas überbrachte die Glückwünsche der Wirtschaft und verwies darauf, das 60 Prozent der Schulabgänger einen dualen Weg der Berufsausbildung einschlagen - und deshalb neben Ausbildungsinhalten und Stellen auch zeitgemäße Voraussetzungen dafür zu schaffen sind. Hans-Günter Hoyer von der Deutschen Telekom AG, eine von 650 Ausbildungspartnern, weiß aus aus regelmäßigen Lehrlingsbefragungen, dass die Schule bereits ein hohes Ansehen genießt. Die Strabag AG, Hauptauftragnehmer und Finanzierungspartner, versicherte, dass das Unternehmen die Schule mit viel Fingerspitzengefühl in Absprache mit Denkmalschutz, Auftraggebern und Nutzern saniert habe. Schulleiter Gerold Eberwein dankte Stadt und Stadtrat, dass sie sich für den Standort und die Finanzierung entschieden hatten.

Einweihung des neuen Schulstandorts Enzianstraße 18
Schuleigene Fotos

26.09.2006

Berufsschule wird in der Enzianstraße eingeweiht

OTZ 26.09.2006

Nachfolger des Lichtenberggymnasiums

Gera ( OTZ). Am 28. September um 10 Uhr wird die Staatliche Berufsbildende Schule Wirtschaft/Verwaltung nach Umbau und Teilsanierung am neuen Standort in der Enzianstraße 18 feierlich eingeweiht.

Hier erhalten seit Beginn des neuen Schuljahres 1450 Schüler in überwiegend überregionalen Fachklassen und einer Landesfachklasse Unterricht.

Mit der Schulnetzplanung beschloss der Stadtrat die Nachnutzung der Schulanlage des Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasiums Gera durch die Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung. Für Umbau und teilweise Ausstattung investierte man 3 Millionen Euro auch aus privater Hand. Seit dem Jahr 2000 wurden in Gera schulgeschichtlich bedeutsame Standorte von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen nach einem Geraer Modell saniert. Die Grundschule 2 und Otto-Dix-Schule in Untermhaus, Hans-Christian-Andersen-Grundschule und Debschwitzer Regelschule, die Wilhelm-Busch-Grundschule und Erich-Kästner-Grundschule in Lusan und die Berufsbildende Schule Bautechnik in der Richterstraße konnten über Privatfinanzierung und mit Hilfe des Freistaates saniert werden.


28.06.2006

Abschlusszeugnisse der Fachoberschule

OTZ 05.07.2006

Franziska Schmeling mit bestem Zeugnis

Gera ( OTZ). In der vergangenen Woche erhielten 62 Schülerinnen und Schüler der Geraer Berufsbildenden Schule für Wirtschaft/Verwaltung ihre Fachoberschulzeugnisse. Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe im Rathausaal beendeten sie ihre Schulzeit.

Die beste Leistung erreichte Franziska Schmeling mit einem Notendurchschnitt von 1,2. Aber auch die Fachoberschüler lsabel Lublow, Kareen Bock und Enrico Kunze mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,3 auf ihrem Abschlusszeugnis standen ihr kaum nach. Die Besten wurden für ihre sehr guten Ergebnisse mit Gutscheinen prämiert. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte die Musik- und Kunstschule "Heinrich Schütz" Gera.


02.06.2006

Auszubildende als Lehrende

OTZ 02.06.2006

Angehende Industriekaufleute führen Berufsfachschüler in die Software der Übungsfirma ein

Gera (S.E). Bevor Industriekaufleute nach dem dritten Lehrjahr die Geraer Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung verlassen, geben sie in diesen Tagen Wissen an Berufsfachschüler weiter, die sich in einer Übungsfirma auf ihren Realschulabschluss vorbereiten und dabei Entscheidungshilfe für ihren Beruf erhalten.

Quasi als Krönung ihrer Ausbildung haben sich die angehenden Industriekaufleute in eine Anwendersoftware hineingedacht, sie angepasst und soweit vorbereitet, dass sie darin jetzt die Schüler der Übungsfirma Gera unterwegs! GmbH einweisen.

"Meine Schüler sind meine Mitarbeiter", sagt Daniela Schneeweiß, Lehrerin im fachpraktischen Unterricht und Geschäftsführerin der Übungsfirma, die sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Stadträdern und Rennrädern sowie deren Zubehör befasst. Auftragsbearbeitung, Finanzbuchhaltung und Lohnbuchhaltung werden jetzt neu organisiert.

Christian Siegel aus Bad Blankenburg, der in der Gerstacker Weinkellerei in Crossen (Saale-Holzland-Kreis) Industriekaufmann lernt, ist Projektleiter für Lohn und Personal. Seine Gruppe hat zusätzlich eine Software erstellt, die manuelle Lohnberechnungen überprüfen hilft. "Die Berufsfachschüler arbeiten gut mit. Ich fühle mich durchaus in der Rolle des Lehrers, auch wenn der geringe Altersunterschied das etwas verwischt", sagt der 23-Jährige.

"Sie springen nicht mit so schwierigen Worten um, sondern erklären alles viel lockerer", sagt Berufsfachschülerin Anne Urban über die lehrenden Auszubildenden und meint: "Es macht richtig Spaß". Dennoch gilt es, Klarheit in den Begriffen zu vermitteln. Diana Prager aus Münchenbernsdorf, die bei Nestro Lufttechnik in Hainchen (Saale-Holzland-Kreis) lernt und sich um die künftige Auftragsbearbeitung in der Übungsfirma Gedanken macht, will schon, dass die jungen Leute in Debitoren, also Kunden, und Kreditoren, Lieferanten, unterscheiden lernen. Doch das wird nicht das einzige sein, was sie voneinander lernen.

"Mich hat beeindruckt, welche Initiative von meinen Schülern ausgeht und welch hohe Aufmerksamkeit sie erreichen", gab Fachlehrerin Heike Häselbarth ihren Industriekaufleuten ein großes Kompliment.

Ziel ist, die seit 2003 bestehende Übungsfirma fit zu machen für die neuen Anforderungen des Marktes. Neben den fiktiven internen Geschäften, gibt es einen zweiten Kreislauf, über den die "Gera unterwegs!" an den Deutschen Übungsfirmenring Mem- mingen angekoppelt ist, über den deutschlandweit 55 solcher Firmen zu Trainingszwecken zusammenarbeiten. Der aktuelle Kontostand der Geraer Firma weist 454.682,74 Euro aus, informierte Daniela Schneeweiß ihre Mitarbeiter und ermahnte, aufzupassen und nicht unentwegt zu bestellen.

Dass die Finanzgeschäfte einwandfrei laufen und Hintergrundwissen dazu die Schüler erreicht, besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Commerzbank Gera.

Noch können technisch nicht alle Blütenträume reifen. "Aber wir bekommen mit dem Umzug in die Enzianstraße eine moderne Übungsfirma", frohlockt die Geschäftsführerin.

Zunächst aber muss die Einweisung der Berufsfachschüler in die Anwendersoftware beendet werden. Das wollen die Industriekaufleute noch vor ihren Abschlussprüfungen schaffen und so zeigen, wie Lernende voneinander lernen können.


06.05.2006

Arbeitssicherheitswettbewerb "Jugend will sich-er-leben"

OTZ 06.05.2006

Berufsschule aus Gera holt Preis

Gera ( OTZ). Die Geraer Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung ist im Arbeitssicherheitswettbewerb der Thüringer Berufsschulen "Jugend will sich-er-leben" mit einem Hauptpreis in Höhe von 250 Euro ausgezeichnet worden.

Die Geraer Berufsschule gehört zu den 18 Schulen im Freistaat, die eine besonders hohe Beteiligung zum Thema "gut zu hören!" erreichen konnte. "Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit in Deutschland. Besonders alarmierend ist aber auch die Tatsache, dass bis zu einem Drittel aller Jugendlichen bereits heute schon dauerhaft hörgeschädigt sind", sagte Johann Treubert, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Hessen-Mittelrhein und Thüringen der gewerblichen Berufsgenossenschaften anlässlich der Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung in Hermsdorf.


03.05.2006

Geras Enzianschule fertig saniert

OTZ 04.05.2006

Künftiger Standort der SBBS Wirtschaft/Verwaltung mit Privatinvestition erneuert

(A.M.). Zwei Monate vor dem Umzugstermin ist der künftige Standort für die Staatliche Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung fertig saniert. Die wird in den Sommerferien aus dem Plattenbau in der Wiesestraße in die erneuerte, Stadtbild-prägende Enzianschule umziehen.

Gestern übergab die Strabag, Baufirma und zugleich Investor, das fertig gestellte Berufsschul-Gebäude in städtische Verwaltung, an Geras Zentrale Grundstücks- und Gebäudewirtschaft.

"Wir sind sehr stolz, dass wir den Bautermin konsequent gehalten haben", sagte Hartmut Beyer, Leiter der Strabag-Niederlassung Jena/Gera, zur feierlichen Übergabe des Schulhauses. Ende Juli vorigen Jahres wurde mit dem Um- und Ausbau begonnen. Wie geplant im April wurde das Haus fertig gestellt. Insgesamt 39 Handwerksbetriebe aus der Region waren an den Arbeiten beteiligt. Doch ist die Strabag nicht nur Hauptauftragnehmer gewesen, sondern auch Investor für das Schulbau-Vorhaben nach dem so genannten Geraer Modell. Im Rahmen einer privat-öffentlichen Partnerschaft finanziert die Strabag das Bauen mit Hilfe von Kreditgeld der Deutschen Kreditbank (DKB). Die Stadt Gera zahlt in den nächsten 20 Jahren die Raten ab. Insgesamt 3,5 Millionen Euro werden aufgewandt: für die Sanierung der Enzianschule und die Einsparung von zwei nicht mehr benötigten Schulgebäuden; soll heißen: für die 2005 erfolgte Stilllegungen der Plattenbau-Grundschule in Zwötzen und den für den Herbst vorgesehenen Abriss des Berufsschul-Plattenbaus in der Wiesestraße. Im Herbst 2004 hatte der Stadtrat dieser Lösung zugestimmt.

Oberbürgermeister Ralf Rauch (parteilos) lobte die hervorragende Qualität, in der das ein halbes Jahrhundert alte Schulhaus erneuert wurde. Die Enzianschule wertete er als weiteren wichtigen "Stein im Schulnetz und in Geras Stadtzentrum". Der Schulstandort könne so gesichert werden und die Auszubildenden würden mitten in die Stadt geholt. Nicht nur die Schüler der Enzianschule sind im Lauf der Jahre gewachsen, sondern auch ihre Aufgaben. Auch daran erinnerte Rauch. Als Grundschule wurde sie eröffnet, später war sie Polytechnische Oberschule, dann bis zur Sanierung Gymnasium, nun wird sie Berufsschule. Schulleiter Gerolf Eberwein wird mit 1500 Schülern und 55 Lehrern in die Enzianschule einziehen. Die Zahl noch für zwei Jahre über die Kapazität hinaus. Dafür können Räume in der benachbarten Volkshochschule genutzt werden. Die Unterrichtsräume und Kabinette in der Enzianschule sind bereits ausgestattet. Zusätzlich zur Alternativ-Finanzierung stellte das Schulverwaltungsamt 130 000 Euro aus dem EU-Fonds für Regionalentwicklung und 30 000 Euro Eigenmittel zur Verfügung. Vom Fachkabinett bis zur Übungsfirma warten die Räume nun auf Schüler. Die Turnhalle wurde zur Aula umgestaltet. Kunst wie Brunnen mit Keramik wurde erhalten. Auch Holzkasten-Fenster im Treppenhaus des Baudenkmals. Dazu hielt neue Technik, etwa für den Brandschutz, Einzug.


13.02.2006

Handwerkerfest auf der Baustelle Enzianschule

OTZ 14.02.2006

Drei Viertel der Sanierungsarbeiten geschafft - Kosten und Fertigstellungstermin 10. April werden eingehalten

Gera ( OTZ/J.K.). "Was wir zum Anlauf versprochen haben, halten wir ein, den Fertigstellungstermin 10. April und auch die Kosten von drei Millionen Euro." Hartmut Beyer, Niederlassungsleiter der Strabag AG, konnte diese Zusagen gestern mit gutem Gewissen erneuern. Denn auf der Baustelle Enzianschule, die seit Ende Juli vorigen Jahres unter Beachtung des Denkmalschutzes zum neuen Domizil für die Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung umgebaut wird, haben ein gutes Dutzend Gewerke bereits rund drei Viertel des Bauvolumens erbracht.

Anlass genug für die Strabag als Generalauftragnehmer des Vorhabens, gestern mit einem zünftigen Handwerkerfest allen Beteiligten Dankeschön zu sagen. Und das sind neben Planern und städtischen Amts-Partnern 38 Firmen aus Thüringen, zwölf davon aus Gera. Bei einem Rundgang nahm auch Oberbürgermeister Ralf Rauch Gelegenheit, sich ein Bild vom Stand der Dinge zu machen. Er äußerte Freude über den Fortgang. Und hob hervor: dass in der Stadt gebaut werde, wahrend man sich anderswo damit zurückhalte, sei auch dem schon bewährten Geraer Modell der privaten Projektfinanzierung zu verdanken. Finanzpartner der Strabag beim "Mietkauf" ist die DKB Gera, deren Vertreter gestern ebenfalls in Augenschein nahmen, was aus ihrem vorgeschossenen Geld geworden ist.

Das kann sich sehen lassen. Fassade, Dach, neue Fenster fallen schon den Passanten auf. Doch auch drinnen gibt es - obwohl noch allenthalben Baustellenbetrieb herrscht - vor allem im Ostflügel zur Talstraße hin schon wahre Schmuckstucke zu bewundern. Zum Beispiel die neue Aula, die aus der alten Turnhalle entstanden ist und (wie auch Klassenräume und Flure) in hellen, freundlichen Farben erstrahlt und per Deckenstrahlplatten bei Bedarf schnell zu erwärmen ist. Die Parkettleger haben gerade ihre Arbeit begonnen. Hier zieht der Mini-Shop zum Verkaufstraining ein, erläutert Bauleiter Steven Kellner, dort wird es einen Seminarraum geben, da entsteht ein Raum für 14 Kassen mit Handscannern... Und überall ist an Rauchschutztüren, automatischen Rauchabzügen usw. erkennbar, dass auch dem Brandschutz große Bedeutung zukommt. Brennen soll's natürlich nicht im Haus. Vielmehr brennen wohl die künftigen Nutzer schon darauf, dass sie im Juli aus der Wiesestraße in ihr neues Haus umziehen können.

Die Bauleute indes ließen sich gestern Roster, anderes Deftiges und auch ein Bier schmecken. Galt doch: "Heute geht es mal nicht nach der Wasserwaage..."


08.02.2006

Abitur mit Berufskenntnissen

OTZ 08.02.2006

Anmeldung in Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung ab Ende Februar

Seit ihrem Bestehen bietet die Berufsschule Wirtschaft/Verwaltung Gera - Dr. Eduard Amthor - den Abgängern der Regelschule mehrere Möglichkeiten, einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben. Von besonderer Bedeutung sind hier das Berufliche Gymnasium und die Fachoberschule. Für letztere hat die Anmeldung bereits begonnen, letzter Stichtag ist der 31. März. Für das Berufliche Gymnasium ist eine Anmeldewoche vom 27. Februar bis 4. März vorgesehen.

Jährlich entscheiden sich gut 50 Schüler aus Gera und dem Umland zum Besuch dieses Gymnasiums, das die Jahrgangsstufe 11 (Einführungsphase) sowie die Klassenstufen 12 und 13 (Qualifikationsphase) umfasst. Vermittelt werden Unterrichtsziele, die denen der allgemeinbildenden Gymnasien vergleichbar sind. Die Besonderheit des Beruflichen Gymnasiums besteht allerdings darin, dass in Abhängigkeit von der Fachrichtung auch spezielle Stoffgebiete unterrichtet werden. Zum Schuljahr 2006/07 bestehen für die Schüler, die den Realschulabschluss erworben haben und die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, folgende Wahlmöglichkeiten: Fachrichtung Wirtschaft, Fachrichtung Technik mit dem Schwerpunkt Bautechnik, Fachrichtung Gesundheit und Soziales, drei Klassen sind geplant.

Mit dem erfolgreichen Besuch des Beruflichen Gymnasiums erwerben die Schüler die allgemeine Hochschulreife (Abitur), also die vollen Vorraussetzungen für alle Studiengänge an Universitäten und Hochschulen. Die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums haben aber auch bei der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit sehr gute Chancen, ihre Ausbildung besonders erfolgreich zu absolvieren und unter Umständen die Ausbildungszeit zu verkürzen. Auch Schüler, die zurzeit ein allgemeinbildendes Gymnasium besuchen und am Ende der 10. Klasse in die Qualifikationsphase versetzt werden, können problemlos in die Klasse 11 und 12 des Beruflichen Gymnasiums überwechseln.

Die Fachoberschule stellt für Schüler, die einen Realschulabschluss erworben haben, ein weiteres Bildungsangebot dar. Bis zu 80 Neustarter gibt es jedes Schuljahr. Insgesamt lernen derzeit an der Berufsschule 1500 Jugendliche in den Fachbereichen Recht und öffentliche Verwaltung, Kundenberatung und Absatzwirtschaft sowie Bürowirtschaft und kaufmännische Verwaltung.




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